Ausstellungen 2021 – Kunst und Künstler*innen der Niederlande in Deutschland

Wir freuen uns, dass im Ausstellungsjahr 2021 Künstler*innen aus den Niederlanden im Fokus stehen!

Von Hamburg über Berlin und Dresden bis nach München - in 14 Städten Deutschlands zeigen Museen, Kunsthallen und Kunstvereine Alte Meister, klassische Moderne sowie zeitgenössische Kunst und Design aus den Niederlanden. Die Förderung von Ideen und Projekten, die Besucher*innen in Deutschland vielseitige Begegnungen mit Kunst und Künstler*innen der Niederlande ermöglichen, sehen wir als eine unserer Hauptaufgaben an. Hier gibt es einen Überblick über 16 Ausstellungen, die wir Ihnen in diesem Jahr besonders empfehlen möchten.

Alte Meister

  • In Potsdam widmet sich eine Ausstellung des Museum Barberini mit Rembrandts Orient - Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts der Begeisterung von Rembrandt und Anderen seiner Zeit für ferne Länder. Der Realismus der Malerei verband sich mit Wunschbildern, phantastischen Projektionen und exotischen Elementen, die eine Gegenwelt zum Calvinismus der Niederlande darstellten. Im Begleitprogramm werden aktuelle Aspekte des Eurozentrismus untersucht: Jeweils ein Werk bildet den  Ausgangspunkt, um heutige Fragen zu Orientalismus,  Globalisierung oder Identität näher zu beleuchten. (noch bis zum 27. Juni).
  • Das Städelmuseum in Frankfurt zeigt seinen Rembrandt-Bestand, ergänzt durch herausragende Leihgaben aus internationalen Sammlungen in Nennt Mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam ab Oktober 2021. Derzeit ist dort noch die Ausstellung Schaulust – Niederländische Zeichenkunst des 18. Jahrhunderts mit prächtigen, oft großformatigen und farbig ausgeführten Zeichnungen zu sehen, die bis zum 24. Mai verlängert wurde.
  • Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden ehrt mit Vermeer einen weiteren großen Künstler des Goldenen Zeitalters der holländischen Malerei: Johannes Vermeer. Vom Innehalten zeigt das Ergebnis der spektakulären Restaurierung von Vermeers „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“, das 1742 für die Sammlung des sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. in Paris erworben wurde -im Semperbau am Zwinger, plus weitere neun Gemälde des Meisters, die zu diesem Bild in enger Beziehung stehen (4. Juni - 12. September).
  • Mit Klasse Gesellschaft Alltag im Blick niederländischer Meister sind in Hamburg ab November 2021 Gemälde des holländischen 17. Jahrhunderts zu sehen. Die Hamburger Kunsthalle zeigt ihren hochkarätigen Bestand und lässt die Künstler Stefan Marx und Lars Eidinger die Themen und Motive mit einem zeitgenössichen Blick reflektieren.

Klassische Moderne

  • In Bielefeld ist die niederländische Expressionistin Jacoba van Heemskerck zu erleben. In der Ausstellung Kompromisslos modern zeigt die Kunsthalle Bielefeld das kraftvolle Œuvre der Künstlerin, das Landschafts-, Stadt- und Hafenmotive in Gemälden, Holzschnitten und Glasarbeiten mit rhythmischen Kompositionen und intensivem Farbeinsatz umfasst (19. Juni - 5. September).

Zeitgenössische Kunst und Design

  • Eindrucksvolle Einblicke in das Werk der niederländischen Künstlerin und Industriedesignerin Hella Jongerius bietet der Gropius Bau in Berlin. Die Einzelausstellung Kosmos weben zeigt die kulturelle Bedeutung des Webens und ihr reparatives Potenzial für eine nachhaltige Zukunft. Vor und auch während der Ausstellung zieht ihr Designstudio Jongeriuslab temporär in den Gropius Bau und erinnert so an die Geschichte des Hauses, das einst als Kunstgewerbemuseum und -schule eigene Werkstätten beherbergte (29. April - 5. September).
  • In den Niederlanden ist der Fotograf Erwin Olaf ein Star. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste große Retrospektive in Deutschland. Unheimlich schön zeigt ausgewählte Fotografien, Videos, Skulpturen und Multimediainstallationen aus vierzig Schaffensjahren. Der Meister der inszenierten Fotografie entwickelte sich vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten zum raffinierten Geschichtenerzähler, der eigene Welten erschafft. Ein besonderes Highlight sind neue Arbeiten in bayerischer Alpenlandschaft, die speziell für die Ausstellung entstanden (14. Mai – 26. September).
  • Ebenfalls in München ist Maarten Baas zu entdecken, aktuell einer der einflussreichsten niederländischen Designer. Mit New Times zeigt Die Neue Sammlung – The Design Museum in der Pinakothek der Moderne erstmalig eine Soloausstellung von Baas im deutschsprachigen Raum. Für seine Serie „Real Time“ verbindet er verschiedene Disziplinen wie Performance, Film, Technik, Kunst und Design und präsentiert eine speziell für den Ausstellungsraum entworfene Installation (11. Juni – 3. Oktober).

Weitere Ausstellungen 2021

In Düsseldorf zeigt der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen zurzeit die niederländische Künstlerin Evelyn Taocheng Wang – Reflection Paper (noch bis 2. Mai). Das Museum Kunst der Westküste (MKdW) in Alkersum auf Föhr hat seine aktuelle Ausstellung komplett digital zugänglich gemacht: In Elements zeigt Arbeiten von Sjoerd Knibbeler, der sich mit komplexen Naturphänomenen beschäftigt. Der Amsterdamer Künstler versucht, Wind oder Luft sichtbar zu machen.

Der Kunstverein Ahlen plant die Gruppenausstellung Mapping Paradise / Among the trees, der Kunstverein Friedrichshafen wird unter dem Titel Oh it’s Internal eine Soloausstellung von Arian de Vette zeigen, der Kunstverein Rosenheim präsentiert den Bildhauer Rob Voerman und die Kunsthalle Bremerhaven Fensterbilder. Das Internationale Zentrum für Lichtkunst in Unna präsentiert mit Dutch (de)Light Lichtdesign aus den Niederlanden.

Recipes for the Future

Zuletzt möchten wir Sie noch auf die Publikation Recipes for the Future – Previews from cultural quarantine hinweisen. Das Buch enthält 16 Beiträge von Kulturschaffenden mit Bezug zu den Niederlanden, deren Projekte in Deutschland aufgrund der Pandemie abgesagt oder aufgeschoben wurden – 16 Zukunftsvisionen, die das Streben nach Veränderung und den Willen, die Grenzen unserer Vorstellungskraft zu verschieben, gemeinsam haben. Recipes for the Future möchte einen Beitrag zur Debatte über die Auswirkungen von COVID-19 leisten und verhindern, dass wir im Rückblick auf die Krise nur eine leere Kulturagenda sehen. Bei Interesse sendet Ihnen die Botschaft gern ein Exemplar zu.

Kontakt: Abteilung Kultur und Kommunikation der Niederländischen Botschaft

E-Mail: bln-pcz@minbuza.nl

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